Abreise

Unsere Zeit in La Marina ist nun fast vorüber, Anfang März kann man seine Parzelle für den kommenden Winter reservieren. Der große Aufbruch bleibt in diesem Jahr dennoch aus, wahrscheinlich weil es in Nordeuropa noch so kalt ist. Am Sonntag spendieren Biggi&Ulli Waffeln mit Sahne, heißen Kirschen und Vanilleeis, die wir aufgrund des regnerischen Nachmittags in unserem Vorzelt einnehmen.

Waffelessen

Waffelessen

5000 Kalorien, die die Sünde absolut wert sind! Eigentlich wollen unsere Nachbarn Christina&Herbert mit ihrem Kater Carlos und Biggi&Ulli am Dienstag aufbrechen, aber da Biggi krankheitsbedingt mit dem Flugzeug zurückreist, verschiebt sich die Abreise auf den Mittwoch. Auch daraus wird nichts, denn Ulli hat Probleme mit dem Womo und muss nach Elche in die Iveco Werkstatt. Dann am Donnerstag brechen sie endlich auf, schwer fällt der Abschied. Einer nach dem anderen reist nun ab, wir wollten auch los, aber da das Wetter überall schlechter ist, verschieben wir unsere Abfahrt immer wieder. Nach und nach packen wir ein, das Vorzelt, die Plane, mit der wir unsere Parzelle ausgelegt haben, alles in Ruhe, sauber und trocken.

Einpacken

Einpacken

Ohne Teppich schleppt man nun den Dreck hinein, deshalb erwerben wir ein kleines Stück beim Chinesen, um wenigstens etwas vor der Tür liegen zu haben. Alle Besorgungen machen wir, da wir kein Auto mehr zur Verfügung haben, mit dem Rad oder zu Fuß. Das ist kein Problem und gut machbar. Am Freitag gönnen wir uns noch einmal Chips&Fish bei Chippy, superlecker. Das Wetter ist so schön, Angelo muss den Grill mehrmals wieder auspacken. Bei diesem Sonnenschein muss man einfach grillen! Die Atmosphäre im Camping Resort hat sich mittlerweile völlig verändert: die Spanier haben übernommen! Wohnwagen, Küchenzelte, Pavillons, Aussenspülen und natürlich Kinder und kleine Hunde. Das ist so anders als wir es kennen. Am Montag d. 19. März wollen wir endgültig los, als wir feststellen, dass ein nationaler Feiertag ist, Diaz del Padre, Vatertag, deshalb die vielen Spanier. Die Geschäfte sind geschlossen, wir wollten vor unserer Abfahrt nach Vorräte bei Mercadona bunkern. Glück gehabt, bleiben wir halt noch einen Tag länger! Am Dienstag verlassen wir unsere ‚zweite Heimat‘ La Marina, diesmal weniger emotional, da fast alle schon abgereist sind. Auf dem Weg zum Strand noch einmal den süßen Pauli geknuddelt, seinem Herrchen tschüss gesagt, dann die restlichen Nachbarn gedrückt und schon rollen wir davon. Bei Mercadona ist ordentlich Betrieb, irgendwie das ‚Morchen‘ längs der Strasse abgestellt und rasch den Einkaufswagen gefüllt. Dann nehmen wir die 75 km bis Calpe in Angriff, an das Fahren mit dem großen Kasten müssen wir uns erst wieder gewöhnen.

Calpe in Sicht

Calpe in Sicht

Wir fahren die Küstenstrasse entlang und der spanische Frühling hält ein Feuerwerk an Farben für uns bereit! Gesäumt von weissen Ginstern und eidottergelben Mimosen geht die Fahrt gut voran, die Strasse führt durch alle kleinen Orte hindurch. In Altea ist alles dicht, schleppend geht es durch die Häuserschluchten. Der einzige Vorteil der Rückreise ist, dass man die Sonne im Rücken hat. Schön ist die Altstadt von Altea, wir sehen die Siedlung Altea Hills in den Bergen, unten am Meer blicken wir auf einen Yachthafen. Schon liegt Calpe mit den grauseligen Hochhäusern vor uns. Während in anderen Städten diese Bausünden teilweise schon wieder abgerissen werden, werden hier unbekümmert weitere hochgezogen, eine große Baustelle liegt direkt vor dem Stellplatz, den wir anpeilen. Wir parken unser Womo am Strassenrand, wo viele Womos wild stehen, und gehen zu Fuß zum ‚Sol d Calpe‘. Ein Zaun mit geschlossenen Toren sichert den Stellplatz, eine freundliche junge Frau sitzt an der Rezeption. Wir bekommen einen Plan und suchen uns einen Platz aus, der eigentlich aus zwei kleinen Plätzen hintereinander besteht. Dann fahren wir hinein und verhampeln uns, weil wir den Pfeilen auf dem Weg folgen. Ein Engländer hat aufgepasst und rettet uns durch sein Eingreifen davor, an einem blöd angebrachten Stromkasten hängenzubleiben. Er weist uns ein und wir quälen uns durch eine enge Kurve. Das hat nichts gebracht, wieder landen wir vor der Rezeption, da waren wir schon. Nun fahren wir einfach gegen die Fahrtrichtung, legen dabei eine Wasserflasche um, die jemand zur Beschwerung seines Teppichs ausgelegt hat und kommen unbeschadet auf unserer Parzelle an. Rasch das Womo ausgerichtet und schon kann das Sightseeing Calpe losgehen!

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